{"id":44,"date":"2021-03-07T19:48:57","date_gmt":"2021-03-07T18:48:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ulrichwedel.com\/?page_id=44"},"modified":"2023-02-12T14:03:59","modified_gmt":"2023-02-12T13:03:59","slug":"kuenstler-deutsch","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ulrichwedel.com\/?page_id=44","title":{"rendered":"K\u00fcnstler"},"content":{"rendered":"\n<h2>\n\t\tVita&nbsp;<\/h2>\n\t<p>Ulrich Wedel, gebo\u00adren 1955,&nbsp;war schon immer berauscht von der Kunst, ent\u00adschied sich dann jedoch, Archi\u00adtek\u00adtur zu stu\u00addie\u00adren und zu prak\u00adti\u00adzie\u00adren. Dies f\u00fchr\u00adte in sei\u00adner Male\u00adrei zu einem eige\u00adnen Stil, der sich im Jah\u00adre 2012 aus dem abs\u00adtrakt Figu\u00adra\u00adti\u00adven zu eher kon\u00adstruk\u00adti\u00advis\u00adti\u00adschen Aus\u00addrucks\u00adform wan\u00addel\u00adte. Er stell\u00adte in Ein\u00adzel- und Grup\u00adpen\u00adaus\u00adstel\u00adlun\u00adgen im In- und Aus\u00adland&nbsp;aus.&nbsp;<\/p>\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ulrichwedel.com\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Ulrich_Wedel-7-scaled.jpg\" alt=\"Ulrich_Wedel\" itemprop=\"image\" height=\"2560\" width=\"1707\" title=\"Ulrich_Wedel\" onerror=\"this.style.display='none'\">\n<h2>\n\t\t\u00dcber Ulrich Wedel&nbsp;<\/h2>\n\t<strong>Prof. Dr. Die\u00adter Ron\u00adte, Kunst\u00adhis\u00adto\u00adri\u00adker \/ \u2011kura\u00adtor<br>\n<\/strong>\n<p>Gegen den Strich<\/p>\n<p>Ulrich Wedel&nbsp;fin\u00addet sp\u00e4t wie\u00adder zur Male\u00adrei, die er seit sei\u00adner Jugend immer ger\u00adne und aus\u00adgie\u00adbig betrie\u00adben hat, bis auf die inten\u00adsi\u00adven Jahr\u00adzehn\u00adte sei\u00adnes Berufs\u00adle\u00adbens als Kon\u00adstruk\u00adteur im Bereich der Architektur.<\/p>\n<p>In sei\u00adnen F\u00fcnf\u00adzi\u00adgern stellt er die Fra\u00adgen nach dem Leben neu. Er liest viel, viel Phi\u00adlo\u00adso\u00adphie, die im Gespr\u00e4ch zuneh\u00admend eine gr\u00f6\u00ad\u00dfe\u00adre Rol\u00adle spielt, trotz sei\u00adnes lus\u00adti\u00adgen und hei\u00adte\u00adren Wesens. Die Male\u00adrei ist ihm dabei wie\u00adder ein st\u00e4n\u00addi\u00adger Beglei\u00adter gewor\u00adden. Jedes Bild ist sozu\u00adsa\u00adgen ein visu\u00adel\u00adles Sinn\u00adbild f\u00fcr neue Wahr\u00adhei\u00adten, f\u00fcr ande\u00adre Erleb\u00adnis\u00adr\u00e4u\u00adme, ande\u00adre Rei\u00adsen und exis\u00adten\u00adti\u00adel\u00adle Fra\u00adgen. Die Male\u00adrei wird zur far\u00adbi\u00adgen Phi\u00adlo\u00adso\u00adphie, die sich von allen nar\u00adra\u00adti\u00adven For\u00admen ent\u00adfernt hat. Dadurch f\u00e4llt auch die aus\u00adsa\u00adgen\u00adde und hin\u00adwei\u00adsen\u00adde iko\u00adno\u00adgra\u00adphi\u00adsche Bin\u00addung weg. Die Bil\u00adder sind in sich selbst frei.<\/p>\n<p>Kon\u00adstruk\u00adti\u00adve Ele\u00admen\u00adte ord\u00adnen auf den ers\u00adten Blick das Bild, das aber zugleich wie\u00adder frei wird, da Struk\u00adtu\u00adren sich netz\u00adar\u00adtig, also wie im unsicht\u00adba\u00adren web, far\u00adbig \u00fcber das gan\u00adze Bild legen. Die kon\u00adstruk\u00adti\u00adven Aus\u00adrich\u00adtun\u00adgen deu\u00adten eine Bild\u00adkom\u00adpo\u00adsi\u00adti\u00adon an, ver\u00adhin\u00addern aber das \u201eall over\u201d eines Jack\u00adson Pol\u00adlock. Die Bil\u00adder haben eine Aus\u00adrich\u00adtung. Den\u00adnoch ist es eigent\u00adlich nicht m\u00f6g\u00adlich, von einem Bild so zu berich\u00adten, dass eine direk\u00adte und unwi\u00adder\u00adleg\u00adba\u00adre Aus\u00adsa\u00adge m\u00f6g\u00adlich&nbsp;wird.<\/p>\n<p>Immer wie\u00adder liest sich jedes Bild auf eine neue Art und Wei\u00adse. Trotz skrip\u00adtu\u00adra\u00adler For\u00admen gibt es nir\u00adgend\u00adwo eine Ables\u00adbar\u00adkeit. Die klei\u00adnen For\u00admen, die sich wie in der Schrift wie\u00adder\u00adho\u00adlen zu schei\u00adnen, sind aber nie deckungs\u00adgleich, son\u00addern immer von eige\u00adner Indi\u00advi\u00addua\u00adli\u00adt\u00e4t gepr\u00e4gt. In der Anord\u00adnung vie\u00adler Bild\u00adzei\u00adchen ergibt sich eine F\u00fcl\u00adle von Les\u00adbar\u00adkei\u00adten, die sich der Betrach\u00adter selbst zu eigen machen muss. Er wird, ganz im Sin\u00adne von Umber\u00adto Ecos \u201eope\u00adra aper\u00adta\u201d zum Mit\u00adge\u00adstal\u00adter. Die Bil\u00adder laden zu einem lan\u00adgen Dia\u00adlog ein, der damit beginnt, dass der Betrach\u00adter Wer\u00adtig\u00adkei\u00adten fest\u00adle\u00adgen will, was ihm das Bild aber nicht erlaubt. Man kann Din\u00adge hin\u00adein\u00adse\u00adhen, For\u00admen von Abbil\u00addun\u00adgen erken\u00adnen, die sich aber immer wie\u00adder schnell aufl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Der Pro\u00adzess des Malens in unter\u00adschied\u00adli\u00adchen Tech\u00adni\u00adken erlaubt den Bil\u00addern eine Wen\u00addung zum \u201enon fini\u00adto\u201d, zum erfri\u00adschen\u00adden Unfer\u00adti\u00adgen, was dar\u00adin gr\u00fcn\u00addet, das der Maler mit mehr Far\u00adbe arbei\u00adtet, als der Betrach\u00adter auf dem fer\u00adti\u00adgen Bild sehen kann. Dem vol\u00adlen Farb\u00adauf\u00adtrag folgt die Reduk\u00adti\u00adon der Farb\u00admas\u00adse, das Auf\u00adbre\u00adchen der Ober\u00adfl\u00e4\u00adchen, um einen gro\u00ad\u00dfen, quir\u00adlen\u00adden far\u00adbi\u00adgen Reich\u00adtum wie in einem Kalei\u00addo\u00adskop auf\u00adzu\u00adzei\u00adgen. Die Bil\u00adder blei\u00adben nicht vol\u00adler Stolz in sich selbst ste\u00adhen. Sie ver\u00adfer\u00adti\u00adgen sich immer wei\u00adter, sie zei\u00adgen auf, dass der Pro\u00adzess des Wer\u00addens eigent\u00adlich nie voll\u00adendet ist, dass auch das Bild sich immer wie\u00adder neu sucht und erfin\u00addet. Die\u00adser Cha\u00adrak\u00adter garan\u00adtiert jedem Bild auf Papier oder auch auf Lein\u00adwand sei\u00adne Fri\u00adsche, sei\u00adne Dia\u00adlog\u00adf\u00e4\u00adhig\u00adkeit, sei\u00adne Trans\u00adpa\u00adrenz eben\u00adso wie jeg\u00adli\u00adche Abkehr vom p\u00e4d\u00adago\u00adgi\u00adschen Zei\u00adge\u00adfin\u00adger, der die heu\u00adti\u00adge inter\u00adna\u00adtio\u00adna\u00adle Kunst wie\u00adder so stark bestimmt. Wedel ent\u00adzieht sich ihr und fu\u00dft eher auf der \u00e4lte\u00adren Gen\u00adra\u00adti\u00adon der Abs\u00adtrak\u00adten der Nach\u00adkriegs\u00adzeit, mit deren Kunst er auf\u00adge\u00adwach\u00adsen&nbsp;ist.<\/p>\n<p>Da er Male\u00adrei als eine Erwei\u00adte\u00adrung der Erfah\u00adrun\u00adgen des Lebens sieht, braucht er kei\u00adne Theo\u00adrien, kei\u00adne vor\u00adhe\u00adri\u00adgen Fest\u00adset\u00adzun\u00adgen, um ein Bild zu schaf\u00adfen und auch nicht um es zu erkl\u00e4\u00adren. Wedel ist wie so vie\u00adle ande\u00adre Maler, die einen ande\u00adren Beruf gelernt haben, nicht aka\u00adde\u00admisch dege\u00adne\u00adriert (ana\u00adlog z.B. zu den Malern der Br\u00fc\u00adcke, die in Dres\u00adden Archi\u00adtek\u00adtur stu\u00addiert haben, nicht aber Male\u00adrei). Jedes Bild ist ein eige\u00adner Kos\u00admos, jedes Bild unter\u00adschei\u00addet sich durch einen Titel. Die\u00adser wird aller\u00addings erst nach der Fer\u00adtig\u00adstel\u00adlung hin\u00adzu\u00adge\u00adf\u00fcgt. Er ist zur Iden\u00adti\u00adfi\u00adzie\u00adrung eben\u00adso wirk\u00adsam, wie als ein Ein\u00adstiegs\u00adhin\u00adweis f\u00fcr den Betrach\u00adter. Nie aber ist er von inhalt\u00adli\u00adcher Aus\u00adsa\u00adge\u00adkraft, denn Wedel illus\u00adtriert kei\u00adne Bild\u00adge\u00addan\u00adken. Er erfin\u00addet die\u00adse im Pro\u00adzess des Malens. Die end\u00adg\u00fcl\u00adti\u00adge Form ist oft vom Zufall mit dik\u00adtiert, so wie das Leben selbst.<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vita Ulrich Wedel, gebo\u00adren 1955,&nbsp;war schon immer berauscht von der Kunst, ent\u00adschied sich dann jedoch, Archi\u00adtek\u00adtur zu stu\u00addie\u00adren und zu prak\u00adti\u00adzie\u00adren. Dies f\u00fchr\u00adte in sei\u00adner Male\u00adrei zu einem eige\u00adnen Stil, der sich im Jah\u00adre 2012 aus dem abs\u00adtrakt Figu\u00adra\u00adti\u00adven zu eher kon\u00adstruk\u00adti\u00advis\u00adti\u00adschen Aus\u00addrucks\u00adform wan\u00addel\u00adte. 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